Phytotherapie (Pflanzliche Arzneimittel)

Reizmagen / Reizdarm
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Reizmagen und Reizdarm gehen häufig Hand in Hand. Man versteht darunter unspezifische Beschwerden in Magen und Darm, die in der Regel ohne direkten Zusammenhang mit dem Essen auftreten, und für die keine medizinische Ursache gefunden werden kann. Die häufigsten Symptome sind krampfartige Bauchschmerzen, Völlegefühl, Blähungen, Durchfall, Verstopfung, Übelkeit und Brechreiz.
Zur Behandlung werden zum Beispiel pflanzliche Arzneimittel eingesetzt, die krampflösend und beruhigend auf Magen und Darm wirken. Auf diese Weise können die sehr störenden Symptome von Reizmagen und Reizdarm gelindert werden.
Stimmungsschwankungen
Als Stimmungsschwankungen bezeichnet man rasch wechselnde Gefühle. Im einen Moment ist die Welt in Ordnung, kurz darauf fühlen sich die Betroffenen ohne ersichtlichen Grund niedergeschlagen und möchten weinen, oder sie sind gereizt und ärgern sich über alles und jeden. Bis zu einem gewissen Grad sind solche Stimmungsschwankungen normal. Treten sie jedoch gehäuft und intensiv auf, können sie sehr belastend sein.
Häufige Ursachen für Stimmungsschwankungen sind Menstruation, Schwangerschaft und Wechseljahre. Mit pflanzlichen Arzneimitteln lassen sich die Symptome in vielen Fällen lindern.
Depressionen
Die Depression ist eine psychische Erkrankung, die sich durch anhaltende grosse Traurigkeit ausdrückt. Die Betroffenen zeigen kaum mehr Interesse an ihrer Umwelt und verlieren jegliche Freude an fast allen Aktivitäten, manchmal sogar am Leben. Sie ziehen sich zurück, schlafen schlecht, haben keinen Appetit oder essen übermässig, grübeln, versinken in trüben Gedanken. Alles erscheint Grau in Grau.
Je nach Intensität der Symptome spricht man von leichter, mittelschwerer oder schwerer Depression. Schwere Depressionen erfordern eine umfassende Therapie durch einen Facharzt, unter Umständen verbunden mit einem Klinikaufenthalt.
Leichte und mittelschwere Depressionen lassen sich in vielen Fällen erfolgreich behandeln mit einem Johanniskrautpräparat.
Bronchitis
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Als Bronchitis bezeichnet man eine Entzündung der Atemwege (Bronchien). Es bildet sich zäher Schleim, der bei Fortschreiten der Krankheit eitrig werden kann.
Ausgelöst wird die Bronchitis zum Beispiel durch Erkältungs- oder Grippeviren sowie durch Infektionskrankheiten wie Masern oder Keuchhusten.
Symptome einer Bronchitis sind Husten, Auswurf, Schmerzen in der Brust und Fieber. Treten Husten und Auswurf immer wieder und länger als drei Monate auf, spricht man von chronischer Bronchitis. Tabakrauch ist eine besonders häufige Ursache für den chronischen Verlauf.
Die Behandlung sowohl von akuter wie chronischer Bronchitis zielt darauf ab, den zähen Schleim zu beseitigen. Dies gelingt zum Beispiel mit pflanzlichen Präparaten, die den Schleim verflüssigen, dessen Abtransport fördern und die Funktion der Schleimhäute normalisieren.
Sinusitis
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Sinusitis ist eine eitrige Entzündung der Nasennebenhöhlen. Sie tritt oft im Zusammenhang mit einer Erkältung oder einer Grippe auf.
Typische Symptome der Sinusitis sind Kopf- und Gesichtsschmerzen, die sich verschlimmern, wenn sich der Patient nach vorne beugt. Manchmal kommen Fieber und Müdigkeit hinzu. Weil die Schleimhäute anschwellen und sich zäher Schleim bildet, ist die Atmung durch die Nase erschwert.
Wie bei der Bronchitis zielt die Behandlung darauf ab, den zähen Schleim zu beseitigen. Dies gelingt zum Beispiel mit pflanzlichen Präparaten, die den Schleim verflüssigen, dessen Abtransport fördern und die Funktion der Schleimhäute normalisieren.
Allergien
Eine Allergie ist eine Überempfindlichkeitsreaktion des Körpers, bei der das Immunsystem auf Stoffe reagiert, die normalerweise harmlos sind.
Typische Allergene (Allergie auslösende Stoffe) sind Pollen, Nahrungsmittel, Medikamente, Insektengifte, Hausstaubmilben.
Die Symptome einer Allergie sind sehr unterschiedlich. Die Pollenallergie äussert sich vor allem durch Schnupfen (Heuschnupfen) und Augenreizungen. Andere allergische Reaktionen sind Hautausschläge, Juckreiz und Schwellungen sowie chronische Ekzeme und Asthma. In extremen Fällen erleiden die Betroffenen einen Schock mit Atemnot, Kreislaufbeschwerden und Bewusstlosigkeit.
Heuschnupfen
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Pollenallergien werden in der Umgangssprache oft als Heuschnupfen bezeichnet. Wohl deshalb, weil rund 70 Prozent aller Pollenallergiker auf Gräserpollen reagieren und das typische Symptom der Pollenallergie der allergische Schnupfen ist.
Weitere Allergieauslöser sind die Pollen von Birken, Haselsträuchern, Eschen und anderen so genannten Windbestäubern (Pflanzen, deren Pollen durch den Wind verbreitet werden). Starke Reaktionen rufen auch die Pollen der Ambrosia hervor.
Zur Linderung der Symptome der Pollenallergie werden Tabletten, Augentropfen und Nasensprays eingesetzt. Beliebt sind pflanzliche Präparate auf Basis von Pestwurz. Diese haben den Vorteil, dass sie gut wirken ohne müde zu machen.
Climakterium / Menopause
Mit zunehmendem Alter lässt die Funktion der menschlichen Eierstöcke nach. Sie produzieren weniger Östrogene, es kommt zu Schwankungen im Hormonhaushalt, die Monatsblutungen werden unregelmässig und bleiben eines Tages ganz aus. Diesen Zeitpunkt nennt man Menopause.
Er tritt in der Regel zwischen dem 45. und 55. Lebensjahr ein. Die Jahre vor der Menopause und das Jahr nach der letzten spontan aufgetretenen Monatsblutung bezeichnet man als Climakterium oder Wechseljahre.
Die Wechseljahre sind für viele Frauen belastend, weil sie mit Hitzewallungen, Schweissausbrüchen, Schlafstörungen, Stimmungsschwankungen und Nervosität einhergehen können. Hormonfreie, pflanzliche Präparate helfen, diese sehr unangenehmen Symptome zu lindern.
Prophylaxe / Vorbeugung
Prophylaxe heisst auf deutsch Vorbeugung. Im Zusammenhang mit der Gesundheit fasst man unter diesem Begriff Massnahmen zusammen, die dazu dienen, Krankheiten und Folgekrankheiten nach therapeutischen Eingriffen zu verhindern.
Eine generelle Gesundheitsprophylaxe liegt in gesunder Ernährung und regelmässiger körperlicher Bewegung. Je nach persönlichen Veranlagungen und Krankheitsrisiken sind gezielte Massnahmen ratsam.
Allergiker zum Beispiel meiden so weit wie möglich den Kontakt mit allergieauslösenden Stoffen. Wer häufig unter Sinusitis oder Bronchitis leidet, geht Zugluft und überheizten Räumen aus dem Weg. Personen mit Reizmagen und Reizdarm achten besonders auf ihre Ernährung. Stimmungsschwankungen lassen sich möglicherweise mit Entspannungstechniken auffangen.